1 Warum braucht es ein Wärmeplanungsgesetz?
· Das Wärmeplanungsgesetz soll die strategische Planung der Wärmeversorgung in Deutschland fördern.
· Es ermöglicht eine Umstellung auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.
2 Seit wann gibt es das Wärmeplanungsgesetz?
· Das Gesetz ist am 1. Januar 2024 in Kraft getreten.
3 Wer ist für die Wärmeplanung zuständig?
· Nach Maßgabe des Landesrechts sind die Kommunen die planungsverantwortliche Stelle.
4 Gibt es schon Kommunen, die eine Wärmeplanung durchgeführt haben oder ist das jetzt ein Neuanfang für alle?
· Viele Kommunen in Deutschland haben bereits eine Wärmeplanung oder sind dabei, eine durchzuführen. Beispielsweise hat die Landeshauptstadt Hannover Anfang 2024 ihre Planung veröffentlicht:
Wärmeplanung Hannover - Hannover.de
· Für viele ist die kommunale Wärmeplanung aber auch noch ein sehr neues Thema.
5 Welche Daten sind für die Erstellung einer Wärmeplanung notwendig?
· Für die Wärmeplanung sind umfangreiche Informationen über Gebäudeeigenschaften, Heizstrukturen, Wärmebedarfe, bestehende Wärmenetze, erneuerbare Energien und Potenzialen von z.B. Abwärme erforderlich.
6 Wie können sich Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und andere Akteur:innen an der Wärmeplanung beteiligen?
· Die Beteiligung erfolgt durch Dialog, Workshops und Einbeziehung der Bevölkerung. So können unterschiedliche Interessen berücksichtigt und teilweise in die Wärmeplanung eingearbeitet werden.
7 Wird es finanzielle Unterstützungen geben?
· Ja, der Bund unterstützt finanziell bei der Erstellung der Wärmepläne.
· Bereits 500 Millionen Euro stehen dafür bereit.
8 Was beschreibt die kommunale Wärmeplanung (KWP)?
· Die KWP beschreibt die mittel- und langfristige Gestaltung der Wärmeversorgung für eine beplante Kommune. Hierbei steht die Umstellung von fossilen Energieträgern hin zu einer klimaneutralen Versorgung im Mittelpunkt.
· Alle Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohner:innen in Deutschland müssen eine KWP bis 30.06.2026 vorlegen. Kleinere Kommunen müssen bis zum 30.06.2028 nachziehen.
· Die kommunale Wärmeplanung beinhaltet eine umfangreiche Studie, bei der auf Basis geographischer, technischer und ökonomischer Daten, Szenarien rechnerisch simuliert werden, wie die örtliche Wärmeversorgung bis zum Zieljahr 2040 oder 2045 gestaltet werden soll.
· Das wesentliche Ergebnis der kommunalen Wärmeplanung sind die Eignungen der verschiedenen Baublöcke (Gebiete) für Fernwärme, Nahwärme oder dezentrale Wärmelösungen.
9 Welche Maßnahmen könnten im Anschluss an die kommunale Wärmeplanung umgesetzt werden?
· Im Zuge der Wärmeplanung erarbeitete Maßnahmen sind konkrete Handlungsempfehlungen, die von Kommunen und beteiligten Akteur:innen umgesetzt werden sollten, um die Ziele der Wärmeplanung zu erreichen. Diese Maßnahmen zielen sowohl auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen und die Steigerung der Energieeffizienz als auch den Ausbau von erneuerbaren Energien in der Wärmeversorgung ab.
10 Welchen Mehrwert hat die kommunale Wärmeplanung für Bürgerinnen und Bürger?
- · Das Ergebnis der Wärmeplanung beinhaltet eine visuelle Kartendarstellung der Kommune, in der voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete dargestellt werden. Somit können Eigentümerinnen und Eigentümer sehen, welche Heizungsart für ihr Gebiet am ehesten geeignet ist und somit empfohlen wird. Allerdings ist es wichtig hinzuzufügen, dass daraus keine Pflicht für die Nutzung einer bestimmten Wärmeversorgungstechnologie hervorgeht.