Pressemitteilung in der Hannoversche Allgemeine Zeitung vom Di. 22.02.00

BREDENBECK / Neues Löschgruppenfahrzeug schon 24 Stunden nach der Übergabe erstmals im Einsatz

Schwere Unfälle belasten Feuerwehrleute

Die Feuerwehren im Bereich der Bundesstraße 217 sind im vergangenen Jahr immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen gerufen worden. Mit dem Ausbau dieser stark befahrenen Straße nimmt die Unfallzahl kaum ab. Von der Polizei wurde bereits festgestellt, dass zwischen Steinkrug und Holtensen jetzt noch stärker gerast werde. Die Ortsfeuerwehr Bredenbeck zog in ihrer Jahreshauptversammlung wieder eine erschreckende Bilanz schwerer Unfälle.

Während der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Seidensticker gab Ortsbrandmeister Wolfgang Schröder einen Überblick über die vielen Aktivitäten der Ortswehr. Auch Jugendfeuerwehr und Musikzug zogen Bilanz. Einen breiten Raum nahmen die Berichte über Hilfeleistungen ein, die von den Mitgliedern oft unter schwersten körperlichen und seelischen Belastungen erbracht wurden.
Die Bredenbecker Feuerwehr rückte zu Unfällen in Evestorf und Holtensen aus und half nach einem tragischen Unfall bei Bennigsen. Es galt, Schwerstverletzte zu bergen. Trotz größter Schnelligkeit hätten die Rettungskräfte nicht verhindern können, dass zwei Menschen starben, betonte Schröder. Der Ortsbrandmeister hob hervor, wie notwendig die Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges gewesen sei. "Das neue Fahrzeug war kaum 24 Stunden in Bredenbeck, als es schon zu einem schweren Verkehrsunfall in Holtensen ausrücken musste," sagte Schröder. Die Technik habe sich dabei bereits bestens bewährt. 
Schröder erinnerte daran, dass das alte Fahrzeug bereits im Frühjahr nicht mehr vom TÜV abgenommen und daher stillgelegt worden sei. "Wir waren dann bis zur Übernahme des neuen Fahrzeuges am 16. Oktober über ein halbes Jahr ohne komplette Ausrüstung." Die Holtenser Feuerwehr habe zur Unterstützung mit ihrem Löschgruppenfahrzeug immer zur Verfügung gestanden, und von Bredenbeck sei ein Anhänger mit wichtigem Gerät ständig bereitgehalten worden.
Der Ortsbrandmeister sprach die Hoffnung aus, dass die Gemeinde zukünftig rechtzeitig die Ersatzbeschaffung beschließen und die notwendigen verkehrstauglichen Fahrzeuge zur Verfügung stellen möge. Die stellvertretende Bürgermeisterin Rosmarie Degenhardt-Reinders betonte in ihrem Grußwort, der Gemeinde könne keine Verzögerung angelastet werden, und zeigte den langen Weg der Beschaffung und der entsprechenden Formalitäten auf.
Kreisbrandmeister Bernd Keitel appellierte an die Kommunen, die neuen Feuerschutzjacken rasch zu beschaffen. Gemeindebrandmeister Ernst Rogge berichtete, dass diese bereits bestellt worden seien und weitere neue Ausrüstungsstücke, wie Schutzhandschuhe, folgen sollten.
Jugendfeuerwehrwartin Britta Keitel berichtete über Aktivitäten der 47 Mitglieder zählenden Jugendgruppe. 29 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr seien über zehn Jahre alt. Der feuerwehrtechnische Dienst habe sich im vergangenen Jahr auf 160 Stunden erstreckt, die allgemeine Jugendarbeit auf 70 Stunden. Über 29 öffentliche Auftritte und 39 Probeabende berichtete Musikzugführerin Susanne Bullerdieck. Zu den Auftritten des Musikzuges zählt auch die Teilnahme am großen hannoverschen Karnevalsumzug.
Die Ortsfeuerwehr wählte Günter Deitermann als Nachfolger für den nach 30-jähriger Tätigkeit ausscheidenden Herbert Thiedigk zum neuen Kassierer und bestätigte weitere Kommandomitglieder in ihren Ämtern. Kai Liebig wurde zum Löschmeister, Heinz Rüdiger Rinker zum 1. Hauptlöschmeister, Inga Focke zur Oberfeuerwehrfrau, Ulrich Zirke zum Hauptfeuerwehrmann befördert. 

paa


letzte Änderung: 02.03.01