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Seit Monaten wurde die Sanierung der Alten
Dorfschule in Bredenbeck auf die lange Bank geschoben. Jetzt soll das
Mauerwerk endlich trocken gelegt werden.
Von Jennifer Böhme
Bredenbeck. Die Gemeinde
Wennigsen hat eine Spezialfirma damit beauftragt, das feucht gewordene
Außenmauerwerk der Schule mit einer Isolierschicht zu versehen. Spätestens
Anfang November soll mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden.
Die
genaue Summe für die Isolierung steht nach Auskunft von Bauamtsleiter
Klaus-Dieter Koch noch nicht fest. Im Haushalt seien 28 000 Euro für einen
ersten Sanierungsschritt ausgewiesen. „Ich rechne aber mit deutlich
geringeren Kosten“, sagt Koch. Die Entscheidung, ob um den Sandsteinsockel
zusätzlich eine Drainage verlegt wird, steht noch aus. „Wir müssen
abwarten, ob die waagerechte Isolierung ausreicht“, erklärt Koch. Auf
jeden Fall werde man Experten einer Fachfirma zu Rate ziehen.
Durch das Dach dringt bereits seit einigen Wochen kein Wasser mehr in das
Obergeschoss der Alten Dorfschule ein. Ein Dachdecker hat die brüchigen
Ziegel ausgetauscht und die undichten Stellen beseitigt. Auf lange Sicht
ist geplant, das Dach komplett neu einzudecken - auch mit neuer
Wärmedämmung und Folie.
In der Alten Dorfschule sind die Feuerwehr, der DRK-Kindergarten, die
Verwaltungsnebenstelle mit Gemeindebücherei, die Heimatstube Bredenbeck
beheimatet sowie zwei Mietwohnungen. Schon seit Jahren beklagen die Nutzer
den schleichenden Verfall des alten Gebäudes und fordern eine Sanierung
der Dorfschule.
Vor einem Jahr hat die Ortswehr im Auftrag der Gemeinde im
Aufenthaltsraum, im Keller und in der Küche Raumentfeuchter aufgestellt.
Der Apparat im Keller konnte wieder abgebaut werden. „Die beiden anderen
Geräte laufen aber nach wie vor Tag und Nacht“, sagt Heinz-Rüdiger Rinker
von der Feuerwehr.
Mindestens einmal in der Woche entleert der Bredenbecker die Behälter. In
jedem sammeln sich trotz zwölfmonatigen Dauereinsatzes in einer Woche bis
zu zehn Liter Kondenswasser aus der Raumluft.
Denkmal aus dem Jahr 1886
Bredenbeck. Die Alte Dorfschule an der Wennigser Straße
wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und kurze Zeit später erweitert.
Während der Sockel des Anbaus überwiegend aus Beton besteht, wurde der
Altbau auf Sandstein gemauert. Das gemeindeeigene Haus hat eine
Grundfläche von 530 Quadratmeter und ist zur Hälfte unterkellert. Früher
diente das Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, als Schule und hat
daher seinen Namen. Ein Überbleibsel aus dieser Zeit findet man noch heute
über dem Eingang zur Heimatstube: Schulhaus 1886. |