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Im
Juni 1911 feierte die Freiwillige Feuerwehr Bredenbeck ihr 25-jähriges
Bestehen.
Die
Deister-Leine-Zeitung berichtete darüber.
W.
Bredenbeck
Unser Ort rüstet sich zu dem am Sonntag stattfindenden Feuerwehrfeste. Feiert
doch die hiesige Feuerwehr ihr 25jähriges Stiftungsfest, und anläßlich dieser
Jubelfeier findet hier der 8. Delegiertentag
des Feuerwehr - Gauverbandes statt. Die meisten der 87 Wehren, welche dem
Verbande angehören, werden erscheinen. Wenn in voller Mitgliederstärke
auch wohl nur die in der Nähe wohnenden Wehren erscheinen werden und die
anderen sich durch Deputationen vertreten lassen, so rechnet man doch immer auf
einen Besuch von etwa 2000 Feuerwehrleuten.
W.
Bredenbeck
Der 8. Delegiertentag des Feuerwehr-Gauverbandes für den Regierungsbezirk
Hannover fand anläßlich des 25jährigen Bestehens der Bredenbecker Feuerwehr
am 17., 18. und 19. Juni statt. Der so lieblich am Fuße des Deisters gelegene
Ort hatte sein bestes Festgewand angelegt, überall, wohin das Auge sah,
Ehrenpforten, Girlanden und Fahnen. Am Sonnabend nachmittag zwischen 4 und 8 ½
Uhr fand der Empfang der Wehren und Delegierten
auf dem Bahnhof Holtensen statt und wohl selten dürfte auf der kleinen
Station ein solch reger Verkehr geherrscht haben, als in diesen Tagen. Jede größere
Wehr hatte ihre Kapelle oder Trommler und Pfeifer mitgebracht, so daß am ganzen
Nachmittag die Berge widerhallten
von Hörnerklang und Marschgesang. Im Heitmüller`schen Saale war abends
Festkommers und hier begrüßte auch Gemeindevorsteher Warnecke die Gäste. In
der Frühe des Sonntagmorgen erschallte der Weckruf durchs Dorf und gar bald trafen
auch die Wehren aus der Nachbarschaft hier ein. Die Verhandlungen des 8.
Delegiertentages begannen gegen 9
Uhr vormittags. Der Verbandsvorsitzende, Stadtfeuersekretär a. D.
Borchers-Linden eröffnete die Sitzung und machte interessante Mitteilungen über
die Zahl der dem Gauverband angehörenden Wehren. Wenn wir die Zahlen richtig
verstanden haben, sind 87 Wehren mit
etwa 3796 Mitgliedern im
Regierungsbezirk Hannover vorhanden und zwar im Kreise Diepholz 8 Wehren mit
313, Hameln 5 mit 305, Stadt Hannover 5 mit 193, Landkreis Hannover 19 mit 688,
Hoya 5 mit 303, Stadt Linden 11 mit 433, Landkreis Linden 18 mit 666, Neustadt 1
mit 81, Nienburg 3 mit 220, Springe 8 mit 370, Stolzenau 3 mit 187 und Elze 1
mit 37 Mitgliedern. Das Protokoll des 7. Delegiertentages in Hoya wurde verlesen
und für richtig befunden. Die Feststellung der Präsenzliste ergab die
Anwesenheit von 59 Wehren mit 119 Delegierten. Die Satzungsgemäß
ausscheidenden Vorstandsmitglieder Borchers-Linden, Schlee-Hoya, Kreipe-Ricklingen
wurden wiedergewählt, ebenfalls die Rechnungsrevisoren Hostnecht-Seelze,
Wachsmut-Linden und Schäfer-Limmer. An Stelle des ausgeschiedenen Mitgliedes
des Beurteilungsausschusses Müller-Nienburg wurde Reper-Graßdorf, die übrigen
Herren Grages-Wunstorf, Rollmeyer-Linden, Fräßborn-Diepholz und Lüpling-Limmer
wiedergewählt. Die Rechnungsablage vom Jahre 1910/11 ergab folgendes Resultat.
Die Verbandskasse erzielte eine Einnahme von 284,35 Mk. und hatte 673 Mk.
Ausgaben, die Sterbekasse hat 2250,25 Mk. eingenommen und für 15 Todesfälle a
150 Mk. 2252,60 Mk. ausgegeben. Für die Verbandskasse sind pro Mitglied 10 Pfg.
und für die Sterbekasse 75 Pfg. innerhalb 3 Monaten dem Verbandskassierer
Pape einzuschicken. Ein Antrag von Rot-Graßdorf, daß sämtliche Mitglieder der
Sterbekasse angehören müssen und innerhalb drei Jahren nach Gründung der Wehr
beigetreten sein müssen, wurde angenommen. Der Delegiertentag für 1913 findet
in Nienburg, der Feuerwehrtag 1912 in Pattensen statt. Nachdem
die Wehren für den Festzug ausgelost waren und noch einige kleinere
Sachen ihre Erledigung gefunden hatten, schloß der Vorsitzende den 8.
Delegiertentag mit den besten Wünschen für die Weiterentwicklung des
Verbandes. Gegen 11 Uhr fanden die üblichen Schulübungen statt, die einen
zufriedenen Verlauf nahmen. Am Lindenplatz, auf der Chaussee nach dem Steinbruche
nahm dann gegen 2 ½ Uhr der
Festzug Aufstellung und bewegte sich unter Teilnahme von etwa 1200
Feuerwehrleuten dem Festplatz zu. Hier begrüßte Feuerwehrhauptmann
Dohrmann-Bredenbeck die Erschienenen und dann nahm
der Vorsitzende Borchers-Linden das Wort zu einer Festrede. Er überbrachte
den Jubelverein die besten Glückwünsche, nahm auf die hohe Bedeutung der
Feuerwehren Bezug und schloß seine Rede mit einem Hoch auf
den Kaiser. Dann erscholl das Kommando „Tretet weg“ und jede Wehr
suchte sich ein Plätzchen. Der Andrang war derartig groß, daß die 8 Zelte
in den Nachmittagsstunden nicht Raum genug zum Tanzen boten, erst als die
Vereine gegen Abend wieder abmarschiert waren, trat auch der Tanz in seine
Rechte.
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