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Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr versuchen unter der
Devise
"Gott zur Ehr´, dem Nächsten zur Wehr"
Leben, Hab und Gut des Nächsten zu schützen.
Wenn in den vergangenen Zeiten im Dorf die Sturmglocke Feuer verkündete, eilte
Jung und Alt zur Brandstelle. Nicht aus Schaulust, sondern um durch tatkräftiges
Handeln dem züngelnden Element Einhalt zu gebieten. "Durch die Hände lange Kette
um die Wette fliegt der Eimer."
Aber wie oft reichte die Zahl der rettenden und helfenden Hände nicht aus. So
wurden im vergangenen Jahrhundert auf Veranlassung der Landesbehörden zwischen
benachbarten Orten Feuerschutzverbände, die den Namen "Pflichtfeuerwehr"
führten, ins Leben gerufen.
Im Jahre
1865 wurde von der Gemeinde Bredenbeck die erste Feuerspritze
angeschafft. Sie musste stets unmittelbar an der Brandstelle aufgestellt werden.
Das Wasser wurde ihr durch die Kette mittels Eimer zugeführt. Die Spritze selbst
wurde von den Schmiedemeistern
Friedrich Denker und Friedrich Battermann, dem
Böttchermeister Dömener und dem Stellmachermeister Fr. Völksen
bedient. Diese Männer waren ausgerüstet mit Lederhelm, Gurt, Beil und
Ledereimer. Bis zum Jahre
1886 bestand diese Bereitschaft. Doch bald war die Spritze den Anforderungen
nicht mehr gewachsen. So wurde auf Veranlassung des damaligen
Gemeindevorstehers Howind durch die Firma Schmidt-Hannover eine neue
Spritze geliefert.
In einer Gemeindesitzung wurde beschlossen, zur Bedienung der neuen Spritze eine
freiwillige Feuerwehr zu gründen. Dem Aufruf der Gemeinde folgten 24 Männer,
zumeist Handwerker. Am
2. Juli 1886, dem Gründungstag, trat die neue Feuerwehr in
selbstbeschafften Uniformen an die Öffentlichkeit. Es war die zweite Wehr im
Landkreis Linden; zwei Jahre zuvor war die Feuerwehr Wettbergen gegründet
worden.
Um die Veranstaltungen und Kameradschaftsfeiern der Wehr besser ausgestalten zu
können, schuf man
1893 eine Musikkapelle. Ein besonderes Verdienst, die Kapelle in ihren
Leistungen zu einer beachtlichen Höhe gebracht zu haben, gebührt dem damaligen
Alterskameraden August Ritter.
1894 wurde die Wehr um 16 Mann auf 40 aktive Mitglieder erhöht. Diese
Mannschaftsstärke bestand bis zum Kriegsausbruch 1914.
Der erste Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Bredenbeck, Kamerad
Rodenberg, legte
1896 sein Amt nieder und an seine Stelle trat der Schmiedemeister Volker.
Doch schon nach 3 Jahren wurde dieser tüchtige und eifrige Kamerad durch den Tod
abgerufen. Die folgenden 6 Jahre waren für die Entwicklung der Wehr nicht
günstig, da häufig die Führung wechselte. Anders wurde es, als
1906 Ernst Dohrmann die Führung der Wehr übernahm und 28 Jahre an
ihrer Spitze stand. Während des 1. Weltkrieges war durch die Einberufung der
Kameraden zum Militär die Stärke der Wehr zeitweilig auf 12 - 14 Mann gesunken.
Nach dem Kriege gelang es Hauptmann Dohrmann trotz schwierigster
Verhältnisse die Wehr neu aufzubauen. In guten und bösen Tagen, aber treu und
beharrlich diente er ihr und brachte es fertig, daß seine Wehr stets
einsatzbereit und schlagkräftig war. Im Jahre
1909
erhielt die Wehr ein neues Gerätehaus, dank des Einsatzes und Verständnisses
der damaligen Gemeindevertreter.
Nach Ernst Dohrmann übernahm Hauptmann Heinrich Bunke die Führung
der Wehr. Er verstand es, mit Umsicht und Energie die Wehr im Geiste seines
Vorgängers weiter zu entwickeln. Dabei ist zu erwähnen, daß unter Heinrich
Bunkes Leitung ein Löschzug im Ortsteil Steinkrug ins Leben gerufen wurde.
Die Anschaffung der langersehnten Motorspritze erfolgte im
Mai 1934. Damit wurde die Schlagkraft und Einsatzbereitschaft wesentlich
erhöht.
Der Ausbruch des 2. Weltkrieges stellte die Wehr vor neue, größere Aufgaben.
Fliegerangriffe erforderten den Einsatz auch im Raum Hannover. Der Soldatentod
riss Lücken in den Reihen der Mitglieder.
Aus Altersgründen legte Oberbrandmeister Heinrich Bunke am
01.04.1949 sein Amt nieder. Neuer Führer der Wehr wurde Brandmeister
Friedrich Weber.
Der Tod riss Kamerad Weber
1956 mitten aus seinem Feuerwehrschaffen. Ein Nachfolger musste gefunden
werden. Die Wahl fiel auf Alfred Schröder.
Unter dessen Führung wurde die technische Ausrüstung der Wehr verbessert.
In den 50er Jahren fanden viele junge
Männer den Weg zum aktiven Feuerwehrdienst. Auch die Musikkapelle hatte neuen
Zuspruch und konnte sich sehen und hören lassen.
Die Berufung Alfred
Schröders zum Kreisbrandmeister bedeutete für die Bredenbecker Wehr eine
Neuwahl des Gemeindebrandmeisters. Die Wahl fiel im
Februar 1958 auf Günther Imbke ,
der diese Aufgabe vorbildlich erfüllte und dem es gelang,
1963 eine Jugendwehr zu gründen, der noch heute große Bedeutung beigemessen
wird.
Zum
1. Januar 1970 erfolgte die
Bildung der Großgemeinde Wennigsen, der sich auch die Gemeinde Bredenbeck
anschloss und damit seine Selbstständigkeit aufgab. Dieser Zusammenschluss
machte auch eine Umstrukturierung der örtlichen Feuerwehren erforderlich. Diese
nannten sich jetzt "Ortsfeuerwehren", was an den zu erfüllenden Aufgaben nichts
änderte. Für die Großgemeinde Wennigsen war jetzt ein Gemeindebrandmeister zu
wählen. Die Wahl fiel auf den Bredenbecker Günther Imbke, der dadurch
seine erfolgreiche Arbeit im Ortsteil Bredenbeck aufgeben musste.
Ortsbrandmeister in Bredenbeck wurde Erich
Steffen jun.
Die Bredenbecker Wehr erhielt durch die Gemeinde eine neue Unterkunft in der
alten Schule an der Hauptstraße. Man hatte jetzt zwei Fahrzeugboxen, einen
Schulungsraum, eine kleine Küche und Toilette. Das alte "Spritzenhaus", erbaut
1909, entsprach nicht mehr den Erfordernissen. Es wurde in 1973
abgerissen.
In der Bredenbecker Wehr war
1972 eine Neuwahl in der Führungsspitze nötig. Neuer Ortsbrandmeister wurde
Ernst Heimbruch, der diese Amt gewissenhaft bis 1980 ausübte.
In
1979 erhielt die Ortsfeuerwehr Bredenbeck durch die Gemeinde ein neues
Löschfahrzeug LF 8.
Mit der Wahl von Bernd Keitel bekam die Bredenbecker Wehr im Januar
1981 eine neuen Ortsbrandmeister. Keitel wurde
1985 zum Wennigser Gemeindebrandmeister gewählt, seine Aufgabe in Bredenbeck
übernahm Friedhelm Heimbruch. Dieser konnte mit seiner Bredenbecker Wehr
im Jahre 1986 das 100-jährige Bestehen mit einem Zeltfest feiern.
Die Ortsfeuerwehr Bredenbeck zählt in der Gemeinde Wennigsen als Stützpunktwehr
und erhielt in
1987 zur Stärkung ihrer Ausrüstung ein Tanklöschfahrzeug.
Ein neuer Führungswechsel wurde im
Februar 1990 vollzogen. Wolfgang Schröder ist jetzt Bredenbecker
Ortsbrandmeister.
In
1993 hatte Bredenbeck wieder einen Grund für ein Zeltfest: Der
Feuerwehr-Musikzug hatte 100-jähriges Bestehen und die
Jugendwehr war 30 Jahre alt. Beide sind fester Bestandteil der Ortswehr und
leisten bedeutende Arbeit. Die Frauen der Feuerwehrmänner warteten zu diesem
Fest mit einer großen Überraschung auf und schenkten der Ortswehr eine
Standarte.
Das Feuerwehrgerätehaus wurde
1997 durch eine dritte Fahrzeugbox erweitert. In diesem Jahr überreichte die
Gemeinde auch einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW).
Es muss gesagt werden, dass die Gemeinde Wennigsen immer bestrebt ist, ihren
Ortsfeuerwehren alle Unterstützung zur Erfüllung ihrer Aufgaben zukommen zu
lassen.
Ein großer Tag war der
16. Oktober 1999 für die Bredenbecker Wehr. Sie erhielt ein neues LF8, das
alte war nicht mehr einsatzfähig.
So geht es mit Mut und Zuversicht weiter
"Retten, Löschen, Bergen, Schützen.
"Gott zur Ehr´ - dem Nächsten zur Wehr"
Das gilt noch heute und für die Zukunft.
Hermann Griese
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